Es gibt sicherlich einige Maniacs, die der österreichischen Power Metal Fraktion STYGMA IV die ein oder andere Träne nachgeweint haben. Doch mit CRIMSON CULT gibt es endlich wieder neues Material aus der Feder der beiden Ex-STYGMA IV-Saitenquäler Günter Maier und Alexander Hilzensauer.
Wie nicht anders zu erwarten, schallt einem intelligenter, kraftvoller Power Metal entgegen, der aber schneller und einfacher ins Ohr geht, als es noch bei der Vorgängergruppe der Fall war. Dies liegt schlicht und ergreifend an der etwas weniger progressiven Ausrichtung CRIMSON CULTs, was aber mitnichten heißen soll, dass man sich hier in Richtung Italo-Tralala-Metal bewegt.
Im Gegenteil, man ist viel mehr bemüht, durch originelle Melodieführung und knackige Riffs im Gehörgang hängen zu bleiben. Dazu gesellen sich dann noch einprägsame und technisch perfekte Soli und vor allem der nicht alltägliche Gesang von Walter Stuefer, der eventuell hier und dort anecken wird, für mich aber den Charme des selbstbetitelten Debüt ausmacht. Gut, man muss CRIMSON CULT vielleicht vorwerfen, dass man nicht wirklich etwas Neues erfindet, aber eventuell will man das auch gar nicht.
Stattdessen können "Land Of The Crimson Night", das dramatische "Lava Machine", der über acht Minuten zählende, letzte Song "Centre Of The Universe" oder der mit einem sehr hymnischen Refrain ausgestattete Opener "Evil Design" mit Frische, genannten, einprägsamen Hooklines, stellenweise fast schon doomigen Versatzstücken und den schon angesprochenen, kraftvollen Vocals überzeugen. Man verzettelt sich glücklicherweise nicht in kindliche und überschwängliche Melodien, sondern bleibt stets einer etwas dunkleren, dramatischeren Grundausrichtung treu.
...ist "Crimson Cult" dennoch ein aus den vielen (sogenannten) Power Metal Veröffentlichungen herausstechendes Album geworden, welches ich jedem Anhänger von Bands wie SAVATAGE oder natürlich STYGMA IV zumindest zum genaueren Hinhören empfehlen kann!
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