Kaum hatte ich die Demo-CD von CRIMSON CULT erhalten, flattert mir bereits das erste volle Album auf den Schreibtisch. Es handelt sich keineswegs um eine weitere Eigenproduktion, nein, Dockyard1 erkannte das Potential und boten den Österreichern einen Deal an. Die Tatsache, dass hier zwei Mitglieder der inzwischen aufgelösten STYGMA IV dabei sind, möchte ich nicht weiter vertiefen. CRIMSON CULT ist eine neue Band und startet auch bei Null.
Das schlicht „Crimson Cult“ betitelte Erstwerk bietet melodischen, zeitgemäßen Metal der Extraklasse. Hier wird nicht „auf-Teufel-Komm-Raus“ einer auf 80er-Metal gemacht, hier gibt es erwachsener Metal, der zwar seine Wurzeln im klassischen Metal/Hardrock hat, aber mit einem modernen Soundgewand aufwarten kann. Keine Angst, es gibt keinen sterilen Trigger/Pro-tool-Mist, sondern druckvoll und glasklar kommen die Kompositionen aus den Speakern. Man merkt die musikalische Reife der Musiker an jeder Stelle.
Der Gesang allein ist schon eine Klasse für sich. Sehr variabel und kraftvoll. Die wohl größte Stärke der Band sind die Refrains, die sich unweigerlich einnisten und man wird sie nicht mehr los.
Beispiel: „Lava Machine“ welches mich irgendwie an BLACK SABBATH zur Tony Martin-Ära erinnert. Dieser Refrain verfolgt mich schon seit Tagen …
Aber ich will nicht jedes Lied zerpflücken und euch mit endlosen Songbeschreibungen vollabern. Gebt dieser Truppe eine Chance, sie haben es verdient. Das hohe Niveau schlägt das Gros der monatlichen CD-Flut um Längen.
Wer irgendwas mit Mucke in der Schnittmenge HEAVEN & HELL, EVERGREY, KAMELOT oder IRON MAIDEN anfangen kann, sei hier gefordert.
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