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cd_2009Kaum hatte ich die Demo-CD von CRIMSON CULT erhalten, flattert mir bereits das erste volle Album auf den Schreibtisch. Es handelt sich keineswegs um eine weitere Eigenproduktion, nein, Dockyard1 erkannte das Potential und boten den Österreichern einen Deal an.
Die Tatsache, dass hier zwei Mitglieder der inzwischen aufgelösten STYGMA IV dabei sind, möchte ich nicht weiter vertiefen. CRIMSON CULT ist eine neue Band und startet auch bei Null.

Das schlicht „Crimson Cult“ betitelte Erstwerk bietet melodischen, zeitgemäßen Metal der Extraklasse. Hier wird nicht „auf-Teufel-Komm-Raus“ einer auf 80er-Metal gemacht, hier gibt es erwachsener Metal, der zwar seine Wurzeln im klassischen Metal/Hardrock hat, aber mit einem modernen Soundgewand aufwarten kann. Keine Angst, es gibt keinen sterilen Trigger/Pro-tool-Mist, sondern druckvoll und glasklar kommen die Kompositionen aus den Speakern. Man merkt die musikalische Reife der Musiker an jeder Stelle.
Der Gesang allein ist schon eine Klasse für sich. Sehr variabel und kraftvoll. Die wohl größte Stärke der Band sind die Refrains, die sich unweigerlich einnisten und man wird sie nicht mehr los.
Beispiel: „Lava Machine“ welches mich irgendwie an BLACK SABBATH zur Tony Martin-Ära erinnert. Dieser Refrain verfolgt mich schon seit Tagen …

Aber ich will nicht jedes Lied zerpflücken und euch mit endlosen Songbeschreibungen vollabern. Gebt dieser Truppe eine Chance, sie haben es verdient. Das hohe Niveau schlägt das Gros der monatlichen CD-Flut um Längen.

Wer irgendwas mit Mucke in der Schnittmenge HEAVEN & HELL, EVERGREY, KAMELOT oder IRON MAIDEN anfangen kann, sei hier gefordert.

ROCK IT
cd_2009Erinnert sich noch jemand an die Salzburger Power-Metaller STIGMATA IV, beziehungsweise STYGMA IV, die mit "Solum Mente Infirmis" (1998) und "The Court Of Eternity" (1998) wahre, aber zutiefst verkannte Meisterwerke des US-beeinflussten Power Metals ablieferten?
Gut, dann weiterlesen! Denn zwei der Aktivposten dieser immer wieder im Streit um Namensrechte verstrickten Combo führen jetzt das Erbe ihres vor zwei jahren zu den Akten gelegten Werks fort: Bassist Alex Hilzensauer und Gitarrist/Keyboarder Günter Maier haben sich nun mit Sänger Walter Stuefer und Drummer Peter Bachmayer zusammengetan, um die alte Mission unter neuem Logo fortzusetzen.

Dementsprechend steht ein melodischer Power Metal zur Debatte, der oft an die eingängisten Momente von METAL CHURCH, REVEREND oder RONNY MUNRUE(Solo) erinnert, gelegentlich zu deutschen Vertretern wie BRAINSTORM und SYMPHORCE rüberschielt und sich sogar von düster-doomigen Anleihen nicht scheut, wie wir sie zuletzt von BLACK SABBATH- MARK II(sprich: HEAVEN &HELL) hörten.
Diese Mischung kommt zu jeder Sekunde frisch, imulsiv und mitreißend rüber und sei jedem Rocker empfohlen, der sein Haupt auch mal etwas energischer schütteln mag.

Andreas Schöwe

ROCK BOX www.psychocydd.co.uk
cd_2009From the ashes of Stygma IV let guitarist Günter Maier and bassist Alex Hilzensauer the convincing Crimson Cult arise and present primarily with singers Walter Stuefer a genuine discovery:

The man sounds like a younger half-brother of Rob Halford and Bruce Dickinson - accordingly, the stylistic Directorate debuts this most likely with a dark-colored Power Metal in the tradition of Iron Maiden and Judas Priest with a pinch of Black Sabbath rewrite.

Maier guitarist plays a blitz clean, albeit traditional ax, with many beautiful sound gadgets and rhythmic subtleties, true to typical Metal Stuefer texts, supports the latent drama of the guitar parts and in the Lava Machine proves that he also progressive bonds well to stand face.

The songs are at least five minutes of playing, but quickly come to the point. Already the opener adheres with no artificial Intro - a riff straight and go from there. Even Doom-term is not completely useless - "Dirty Demon" is nothing other than the Austrian interpretation of Black Sabbath. Others may be more successful - but this integrity, this level and feel for catchy melodies and arrangements, they will never achieve.

 
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