Ich werde nie verstehen, warum es so weit kommen musste, dass eine unglaublich fähige Band wie STYGMA IV aufgrund dauerhafter Erfolgslosigkeit die Segel streichen musste.
Das ist für diese Szene einfach absolut beschämend, die in diesem Fall offensichtlich Qualität nicht im Geringsten zu würdigen wusste. Hoffen wir alle, dass es für die Nachfolge-Combo, wesentlich besser laufen wird.
Richtig gelesen, Nachfolge-Combo. Günter Maier und Alex Hilzensauer haben CRIMSON CULT ins Leben gerufen und versuchen nun einen Neuanfang.
Einen Neuanfang, der aber bedauerlicherweise ohne Österreichs besten Sänger angegangen wird, denn Ritchie Krenmaier ist leider nicht mit von der Partie.
Aber keine Bange, der neue Mann am Mikro, Walter Stuefer, macht seine Sache ganz hervorragend und geht stimmlich sogar in die gleiche Richtung, wobei er sich aber in den mittleren Tonlagen wohler zu fühlen scheint.
Und wie klingen CRIMSON CULT? Es geht definitiv in die STYGMA IV / SAVATAGE Richtung, mal mit schnelleren Parts, mal im Midtempo aber zu jeder Sekunde richtig heavy und, wie man es von Gitarrist Günter Maier erwarten konnte, gewohnt eingängig mit tollem Gitarrenspiel. Selbstredend haben die Österreicher natürlich einen ganzen Sack hochqualitativer Songs über die Alpen geschoben.
Da wären zum Beispiel der hervorragende Opener „Evil Design“ und das folgende superbe „Undead“.
Oder das STYGMA IV typische „Land Of The Crimson Night (toller Gesang!), der Megaohrwurm
„Lava Machine“ (HAMMER !), das doomige mit sehr interessanten Vocals versehene „Dirty Demon“, das geile „Misanthrope“, das heftige groovig treibende„Amok“ oder das abschließende „Centre Of The Universe“.
Hier wurde zu jeder Sekunde Qualität abgeliefert, für die manch einer seine Oma verkaufen würde.
„Crimson Cult“ ist ein Pflichtkauf und ich hoffe inständig, dass die Band die Aufmerksamkeit bekommt, die ihrem Vorgänger leider immer verwehrt geblieben ist.
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