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www.demonic-nights.at

cd_2009Des einen Freud ist des anderen Leid.
Nach dem Ende von Stygma IV hat die Gitarrenfraktion Günter Maier und Alex Hilzensauer nun ein neues Projekt am Start. Crimson Cult bietet besten, klassischen Metal aus Salzburg.
Zehn Songs in drei Wochen, "Demo des Monats" im Rock Hard und ein Deal bei Dockyard 1 - Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht, zumal das Debütalbum "Crimson Cult" trotz rasantem Aufnahmetempo kaum Wünsche offen lässt.
"Evil Design" ist ein amtlicher Einstieg, angenehm hart und dennoch majestätisch.
In Walter Stuefer hat man einen fantastischen Sänger gefunden. Gerade im Refrain fühlt man sich das eine oder andere Mal an Iron Maiden erinnert.
"Undead" gibt sich im Anschluss vielleicht nicht ganz so hymnisch, ist dafür von angenehmer Wucht und drischt auch schon mal ordentlich in die Felle. Überhaupt verlassen sich Crimson Cult keineswegs auf ausgelatschte Power-Pfade, sondern setzen auch schon mal gerne auf doomige Grooves. "Dirty Demon" hat ein wenig von Heaven & Hell (Black Sabbath mit Dio), "Amok" hingegen bezieht sich ein wenig auf Candlemass und Cathedral. Garniert mit majestätisch marschierenden Wuchtbrummen wie "2000 Lights" und dem progressiv angehauchten Rausschmeißer "Centre Of The Universe" liefern die Salzburger ein rundum gelungenes Debüt ab.

...hier ist mehr als genug Potential für großes Kino vorhanden.

www.home-of-rock.de

cd_2009Klingelt's bei dem ein oder anderen, wenn er die Namen der Bandbesetzung liest?
Zwei Viertel von CRIMSON CULT waren vormals bei STYGMA IV als Saitenfraktion beschäftigt.
Nachdem die Jungs sich aus dem musikalischen Universum verabschiedet haben, konnten die beiden Flitzefinger ihre Saiten nicht schweigen lassen und haben ein neues Baby ans Tageslicht befördert.

Nun gehöre ich zu den Menschen, die die Vorgängerband nicht kennen, von daher kann ich auch keine Vergleiche zwischen den beiden Bands ziehen, was vielleicht auch gar nicht notwendig ist.
Denn CRIMSON CULT - soweit sei schon verraten - brezeln mit ihrem Debütalbum mächtig auf die 12. Eigentlich war diese Scheibe ein Demo, das man an diverse Magazine geschickt hat und damit prompt beim "Rock Hard" als "Demo des Monats" punkten konnte.

Darauf wurde das Label Dockyard 1 aufmerksam, nahm die vier Herren aus dem bergigen Nachbarland Österreich unter Vertrag und veröffentlichte das Demo als Erstlingswerk direkt noch mal. Dass die 10 Songs innerhalb von 3 Wochen entstanden sind sorgt schon dafür, dass die Kinnlade den Weg nach unten sucht. Schon mit dem Opener Evil Design zeigen sich die Österreicher von ihrer metallischen Seite, die sogar Freunden der Eisernen Jungfrau gefallen könnte. Undead mit seinen Stakkatoriffs geht in der gleichen Marschrichtung weiter, bleibt mit melodischen Gesangslinien schon im Ohr kleben und kann mit jeder Menge Riffing aufwarten.
Zeit zum Aufatmen bleibt nicht, denn gleich mit Land Of The Crimson Night wird weiter Vollgas gegeben. Schön, wie Gitarre und Stimme die Melodie zu Beginn der Strophe aufnehmen, um sich zum Refrain hin in eine wahre Riffschlacht zu begeben, bevor der Refrain wie ein großes Segel dem Song seinen Richtung vorgibt: nach vorne!

...schleicht Dirty Demon schon fast doomig aus den Boxen und bleibt mit seinem über alles thronenden Refrain fett im Ohr hängen. Grandios!
Misanthrope klingt wie 'ne METALLICA-Single auf 33 Umdrehungen abgespielt. Bei den letzten drei Kompositionen wird dann wieder der Metalhammer geschwungen (wobei sich Amok zu einem echten Juwel entwickelt, je öfter man es hört) und mit Centre Of The Universe trauen sich die Alpenländler auch mal an ein längeres Stück, was nicht langweilt.
Ich würde sagen: Aufgabe gut gelöst, Luft nach oben ist noch, aber wer bei einem Debüt auch gleich alle Register zieht, bekommt mit dem Nachfolger Schwierigkeiten.

Mit CRIMSON CULT präsentiert sich eine Band, die sehr gut aufeinander eingestellt ist, die mit einem Sänger aufwarten kann, der nicht das Sirenengebiet beackert, sondern mit einer warmen aber druckvollen Stimme den Songs den richtigen Drive verpasst.

...warten wir gespannt auf das Nachfolgewerk.

www.myrevelations.de

cd_2009CRIMSON CULT sind eine neue Band um den Gitarristen Günter Maier und den Bassisten Alex Hilzensauer, die man vielleicht noch von ihrer ehemaligen Band STYGMA IV kennt.
Ende Mai haben CRIMSON CULT ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlicht. Im Labelinfo wird die Band durch "...Power Metal mit Köpfchen" beschrieben, was ich sehr passend finde.
Vom Grunde her ist es schon sehr kompetent umgesetzter Power Metal. Allerdings bauen CRIMSON CULT gekonnt jede Menge Einflüsse aus anderen Sparten wie Hard Rock, Progressiv Rock oder auch Doom Metal in ihre Songs ein, was die CD sehr abwechslungsreich macht.

Sänger Walter Stuefer hat eine eher tiefe, sehr eigenständige Stimme, die mich an gewisse Epic Metal - Großtaten erinnert. Ein grober Anhaltspunkt ist Mark Shelton von MANILLA ROAD (dessen Stimme ich sehr mag!), wobei Walter deutlich melodischer klingt.

Und über allem steht die Gitarre von Herrn Maier, die sowohl im Rhythmus- als auch im Leadbereich begeistert. Er klingt sehr abwechslungsreich, baut seine Soli öfters aus verschiedenen Teilen auf, die total unterschiedlich sind und schafft damit Spannung. Ein Beispiel hierfür ist das Solo in "Undead", in dem sich sehr gekonnt verschiedene schnelle und wieder eher gefühlvolle Melodien abwechseln. Aber auch in den Riffs schafft er den nötigen Druck als Basis für die durchweg packenden Songs.

Das Album beginnt mit dem schnellen Song "Evil Design" dessen Anfangsriff an "Neon Knights" von
BLACK SABBATH erinnert, der sich dann aber zu einem melodischen eigenständigen Song mit knackigen Riffs entwickelt.
Der Midtempotrack "Land Of The Crimson Night" überzeugt durch episch angelegte Gesangsmelodien, prägnante Bassläufe und einen leicht orientalisch klingenden Refrain.
"Lava Machine" klingt eher rockig, mit einigen Wah Wah - Gitarren und "Dirty Demon" ist fast klassischer Doom Metal mit einem sehr melodischen Chorus.
Der Song "2000 Lights" beginnt mit einer irisch/keltischen Melodie, die an THIN LIZZY erinnert. Zum Abschluss gibt es mit "Centre Of The Universe" eine etwas längere Nummer, die insgesamt sehr progressiv angelegt ist und auch wieder einen sehr melodischen Refrain hat. Hier werden gekonnt sowohl eher rockige Einflüsse als auch Parts, die an NEVERMORE erinnern, miteinander verbunden.

Ein tolles Album, das man durch seine Vielseitigkeit eigentlich jedem offenen Metaller zum Reinhören empfehlen kann, das aber besonders Freunde des "echten" Power Metal begeistern dürfte.

 
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